Nicht darum, stark zu sein, Hoffnung zu haben oder einen Weg zu sehen.
Manchmal ist alles so dicht geworden, dass jeder Schritt nach außen nur noch mehr zerreißt.
Beziehung, Familie, Beruf, Berufung, Verantwortung – alles drückt gleichzeitig.
Und irgendwo dazwischen steht ein Mensch, der nicht mehr weiß, wie er das alles tragen soll.
Da ist Sehnsucht.
Da ist Schuld.
Da ist der Wunsch, gesehen und gehalten zu werden.
Und da ist die schmerzhafte Erkenntnis, dass genau dieses Gehen nach außen den inneren Schmerz nicht lindert.
Dann bleibt nur noch eines:
stehen bleiben.
nach innen fallen.
nicht weglaufen.
Nicht, weil es dort schön ist.
Sondern weil es dort ehrlich ist.
Es gibt Phasen, in denen kein Weg sichtbar ist.
Keine Hoffnung, kein Ziel, kein „es wird wieder“.
Nur Schmerz, Bewusstsein und das leise Bemühen, sich selbst nicht weiter zu verlieren.
Vielleicht ist genau das der Punkt:
nicht mehr funktionieren, nicht mehr kämpfen, nicht mehr bitten.
Sondern da bleiben – im eigenen Herzen, auch wenn es gerade schwer und leer ist.

